Adventliche Exerzitien

Für viele läuft ab dem 1. Dezember trotz 1-2-3-4 Kerzen und 24 Türchen oder Tütchen der Countdown auf Weihnachten. Dabei geht es eigentlich um eine sich entfaltende Erwartung, die dem aktuellen Zustand der Welt nicht mehr nur ihre eigene Dynamik zugestehen will, sondern sich querstellt und so Gottes neuer Welt den Raum verschafft,
in dem sie mitten unter uns „zur Welt“ kommen kann.

Mit den adventlichen Exerzitien bieten wir eine geistliche Übung an, die dazu einlädt,
sich quer zu stellen, anzuhalten, aufzuatmen, Hoffnung zu schöpfen, Vertrauen zu wagen und den Blick der Liebe nicht zu verlieren.

Sie folgen dazu einer Spur durch das Lukasevangelium, beginnend bei Kapitel 24,
begleitet von einem geistlichen Impuls, einer kleinen Übung, dem Gebet der liebenden Aufmerksamkeit und einem Atemgebet. So gibt es für jeden Tag eine Reihe von Impulsen, die leicht in den Alltag integriert werden können und dennoch den Blick weiten und geistliche Stärkung ermöglichen.

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In der rechten Spalte unserer Website ist jeweils der Vers des Tages zu finden,
zusammen mit dem Link zur den Übungen.
Die adventlichen Exerzitien und Erläuterungen dazu sind aber auch über die Menüleiste oben zugänglich.

Hoffnung für Ronada?

Die Köpfe umschwirrt von schwärmenden Wespen, die Füße in den Ergüssen eines undichten Spülmaschinenablaufschlauches, während rührend hungrigen Mäulern die Mahlzeit zubereitet werden muss: Das Leben im von den seltsamsten Wesen bewohnten Ronada ist manchmal hart.

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Ronada, so hieß das legendäre Land, welches sich am ersten Novemberwochenende in unseren Gemeinderäumen ausbreitete, um daselbst Menschen, Elben und Zwergen nicht nur eine Heimat, sondern auch diverse Aufgaben zu bieten. Weiterlesen

Einfach Frei-Kirche?

„Als der allmächtige Gott die Ketten deiner bürgerlichen Unterjochung zerbrach, wurde auch jene Erfindung zu Schanden, durch welche es gelungen war, deine Zunge zu fesseln. Heute freuen sich die Vertheidiger deiner Rechte, politische Wahrheit reden zu dürfen.“

feiert der Baptistenprediger Julius Köbner im „an das Deutsche Volk“ gerichteten „Manifest des freien Urchristentums“ das Revolutionsjahr 1848: Die Einrichtung einer verfassungsgebenden Nationalversammlung samt Aussicht auf Rede- und Pressefreiheit sowie die Trennung von Staat und Kirche – und damit die Aussicht auf Religionsfreiheit. Weiterlesen

Eisberg im Taufbecken

Ob nun an Bord der Titanic im Moment des Untergangs „Näher mein Gott zu dir“ gespielt wurde oder nicht: Die zuvor als unsinkbar geltende Titanic gehört sicher zu den berühmtesten Opfern einer Schiffskollision mit einem Eisberg. Der Grund dafür war eine unglückliche Verkettung von Umständen und Ereignissen und sicher nicht die Tatsache, dass die Titanic nie eine Schiffstaufe erlebt hat. Denn eine Taufe ist selbstverständlich mehr als die Zueignung eines Namens und eines möglichst gütigen Schicksals. Was aber macht dann ein Eisberg im Taufwasser der Auferstehungskirche? Weiterlesen

die Blümskes, da so hingesprengselt…

Immer ist irgendwas zu… irgendwas

Es geht ja schon im Paradies los, die Sache mit dem Zu-Irgendwas-Problem:
Da legt Gott einen Garten an und schafft so einen Lebensraum für den Menschen, wie man ihn sich besser kaum vorstellen kann, und

tja…
sagt der Mensch,
alles schön und gut,
iss ja was für’s Auge
und angenehm temperiert ist’s auch,
doch doch, ganz nett,
die Blümskes, da so hingesprengselt…
aber
irgnswie is auch n bisken langweilig,
oder möchtet ihr Tach für Tach im botanischen Garten? Weiterlesen

Zwölf Wochen Waffeln

12 Wochen Winter-Spielplatz

Ein Sonntagnachmittag im Winter kann schon mal lang werden, so der Hintergedanke bei der Einrichtung unseres Winterspielplatzes für Kinder von 2 bis 6 Jahren. 12 Wochen lang haben wir daher nach dem Gottesdienst die Stühle beiseite geräumt, Krabbeltunnel und Bällchenbad aufgebaut, Waffeln gebacken und die Kinder erwartet, die da kommen sollten. Weiterlesen

Auf Sendung

sind im Augenblick nicht nur der twitternde us-amerikanische Präsident oder die für die Erdogan-Variante eines Ermächtigungsgesetzes werbenden türkischen Regierungsvertreter, auf Sendung sind, so kommt es einem vor, jeder und jede:
Kurznachrichten, Mails, Fotos und Posts auf Facebook und anderen sozialen Medien, Videos auf YouTube oder die schlichte Nutzung von Smartphones und Computern samt unbeabsichtigt erzeugter und übertragener Anwenderprofile.

So nutzen ja auch wir als Kirchengemeinde diese „modernen“ Medien, die bereits in hohem Maße unsere Wahrnehmung von der Welt in der wir leben prägen und diese Welt mit gestalten. Sie deuten und schaffen Bedeutung, bewerten alles und jeden, verhandeln Sinn und Sinne in nie gekannter Weise, sind stets präsent und doch zugleich abwesend.
Höchste Zeit, dass wir uns damit auseinandersetzen, Weiterlesen

Bing Bing Bing

„Und es sind nicht 140 Zeichen, es sind jetzt 140, 280 – ich kann bing, bing, bing machen und mache einfach weiter, und sie veröffentlichen es, sobald ich es twittere“ beschwört Donald Trump im Interview mit der BILD die Macht der Zeichen. Statt Fragen zu beantworten Behauptungen und Wertungen in die Welt zu „bingen“, um sich mit jeden Bing aufs Neue der eigenen Bedeutung zu vergewissern, markiert für viele Bewunderer nicht nur die Quelle von Wahr- und Weisheit gegenüber den angeblich manipulativen Behauptungen einer so genannten Lügenpresse, sondern scheinbar auch einen neuen Politikstil. Doch so neu ist die Verbindung von Entscheidungsmacht und Zeichendeutung gar nicht. Weiterlesen