Advent Anders

Diesseits von Weihnachtsstadt und all den anderen vielfältigen Angeboten in unserer Stadt haben wir einen Adventsmarkt mal ganz anders gestaltet. Viele Lichter, eine gemütliche Atmosphäre, Waffelduft und Feuer, nette Menschen, schöne Dinge gab es auch:
Was also war anders?
Bei uns gab es nichts zu kaufen und es kostete auch keinen Eintritt.
Wer etwas mitnehmen wollte, war eingeladen, mitzumachen: Kerzen ziehen, Lampenschalen, Strohsterne, Fenster- und Tischdeko oder Weihnachtskarten gleich selber herzustellen. Besucher und Gastgeber: Macht keinen Unterschied.

Dazu gab es viele Lichter, eine Feuerschale, ein Dorf mitten in der Kirche, Waffeln und Punsch, Wurst vom Grill und Shakshuka, die Gelegenheit, Geschichten zu erzählen und zu hören, gute Worte mitzunehmen.
Für alle war liebevoll etwas vorbereitet, wurde etwas geschenkt, bevor man “Kaufen und Konsum” überhaupt nur denken kann.

Abgerundet wurde die Aktion durch unseren Advents-Kaffee-Gottesdienst am Sonntag, dem ersten Advent, unter dem Motte “Umwerfend Anders”. Für die musikalische Gestaltung sorgte unser Ensemble Saitenspiel.

AdventAnders ist Teil unserer Idee, das Kirche kunterbunt ist und sein kann:
Eine große Vielfalt von Möglichkeiten des Miterlebens und des miteinander Lebens.

Unser offener und kreativer Einstieg in die Adventszeit gehört dazu.

Darum:
Ja, wir machen der Weihnachststadt Dortmund Konkurrenz:
Nicht in der Frage, wer den größeren Tannenbaum hat, oder mehr Stände,
oder den heißeren Glühwein.
Ja wir machen dem Lichterweihnachtsmarkt Konkurrenz:
Nicht in der Frage, wo die wilderen Piraten wohnen
oder wer mehr Lichter und Feuerstellen hat.
Sondern einfach in der Frage: Wie und wo Advent Sinn macht.
Nicht mehr und nicht weniger.

Verfolge dazu auch unseren AdventAnders-Kalender:

Orange your City

Die Stadt in Orange leuchten lassen:
Am 25. November ist dies keine weitere vorweihnachtliche Beleuchtungsdekoration, sondern eine Mahnung und ein Zeichen gegen Gewalt an Mädchen und Frauen. Dieser Tag steht international für die Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen. Diese Gewalt hat viele Facetten, von sexueller und körperlicher Gewalt bis hin zu gesundheitsschädigender Maßnahmen und struktureller Gewalt. Diese Gewalt hat aber vor allem eines: Täter. So ist gerade die Anzahl der Taten häuslicher Gewalt zuletzt gestiegen, jede dritte Frau erlebt Gewalt von ihrem Partner oder Ex-Partner, 122 von ihnen wurden in 2018 in Deutschland getötet. Frauen werden Opfer von Drohungen und Bedrohungen, zuhause, auf der Straße, auf der Arbeit, in den sogenannten sozialen Medien.
Auch die Verachtung für eine gerechte Sprache sowie respektloses Verhalten haben stark zugenommen. Es geht daher um mehr als um ein Symbol. Es geht darum, gegen diese Gewalt vorzugehen: Gegen die Sprache der Gewalt ebenso wie gegen Gewalttaten. Gegen Rechtfertigungsstrategien und Verharmlosungen – nicht zuletzt auch in Gemeinden. Es geht darum, Frauen zu ermutigen, Gewalt nicht einfach hinzunehmen. Diese Ermutigung ist selbstverständlich mehr als ein wenig Farbe in der Nacht. Es ist an uns, Hilfe anzubieten, Strukturen der Gewalt und der Unterdrückung zu bekämpfen und Unterstützungsangebote zu fördern.
Als Auferstehungskirche sind wir eng verbunden mit dem Netzwerk gegen Menschenhandel, das sich aktiv gegen Ausbeutung und Zwangsprostitution sowie Missbrauch engagiert. Darum ist auch unsere Kirche heute orange beleuchtet.
Über 70 Gebäude – mehr als irgendwo sonst auf der Welt – beteiligen sich in Dortmund an dieser Aktion, zu der Zonta aufgerufen hat.

Gretchenfrage

Kennt ihr eigentlich die Gretchenfrage?

Soll ja bald kein Stoff für’s Abitur mehr sein.
Nicht, dass nachher niemand mehr weiß,
nein, nicht wie Rumpelstilzchen heißt,
sondern wie die Gretchenfrage lautet.

Und,
wie lautet sie nun? Weiterlesen

Ein Zell-Täter

Ein antisemitischer Angreifer, der nach dem Vorbild des Mörders von Christchurch – der zu Recht namenlos geblieben ist – und weiterer Massenmörder, einen Anschlag auf eine Synagoge wie nun in Halle versucht und dabei aus Frust Menschen tötet, ist, selbst wenn er keine offensichtlichen Komplizen hat, kein Einzeltäter. Weiterlesen

Auferstehungskirche Kunterbunt

In diesem Herbst starten wir mit

kindergerechte und generationenübergreifende Angebote, Gottesdienst zu erleben, einen Platz zum Leben zu finden, Gemeinschaft zu stärken, Mut zu bekommen, Aktiv zu werden, Gott und Gemeinde zu erleben, Fragen zu stellen und Neue Wege zu gehen.

Dazu gehören Kunterbunt-Gottesdienste mit einem ersten am 29. September, ein alternativer Advents- und Weihnachtsmarkt am 30. November, der Winterspielplatz ab Januar 2020 sowie weitere Elemente wie Spieleevents, Mitsing-Abende, LebensGeschichten, Frühstück mit Gott (Bibel und Glauben in einfacher Sprache), ein Generationencafé sowie längerfristig pädagogische und beratende Angebote.

Zum Dritten: Globaler Klimastreiktag

An alle Religionsgemeinschaften in Dortmund.

Ein Aufruf von Fridays For Future

Die Folgen der Klimakatastrophe betreffen uns alle, egal welchem Glauben wir angehören, welche Hautfarbe wir haben, oder welchem Staat wir uns zugehörig fühlen.
Wir Jugendlichen streiken in Dortmund jetzt seit Mitte Januar. Weiterlesen

(k)eine Chance für Paulus

Malta, um das Jahr 60
15 Und da das Schiff ergriffen wurde und nicht mehr gegen den Wind gerichtet werden konnte, gaben wir auf und ließen uns treiben….
Wir waren aber alle zusammen im Schiff zweihundertsechsundsiebzig Seelen.
38 Und nachdem sie satt geworden waren, erleichterten sie das Schiff und warfen das Getreide in das Meer.
39 Als es aber Tag wurde, kannten sie das Land nicht; einer Bucht aber wurden sie gewahr, die hatte ein flaches Ufer. Dahin wollten sie das Schiff treiben lassen, wenn es möglich wäre.
40 Und sie hieben die Anker ab und ließen sie im Meer, banden die Taue der Steuerruder los, richteten das Segel nach dem Wind und hielten auf das Ufer zu.
41 Und als sie auf eine Sandbank gerieten, ließen sie das Schiff auflaufen und das Vorderschiff bohrte sich ein und saß fest, aber das Hinterschiff zerbrach unter der Gewalt der Wellen.
42 Die Soldaten aber hatten vor, die Gefangenen zu töten, damit niemand fortschwimmen und entfliehen könne.
43 Aber der Hauptmann wollte Paulus am Leben erhalten und wehrte ihrem Vorhaben und ließ, die da schwimmen konnten, als Erste ins Meer springen und sich ans Land retten,
44 die andern aber einige auf Brettern, einige auf dem, was noch vom Schiff da war. Und so geschah es, dass sie alle gerettet ans Land kamen.
Und als wir gerettet waren, erfuhren wir, dass die Insel Malta hieß.
Die Leute da erwiesen uns nicht geringe Freundlichkeit, zündeten ein Feuer an und nahmen uns alle auf wegen des Regens, der über uns gekommen war, und wegen der Kälte.
Aus Apostelgeschichte 27 und 28
und Malta 2019?