Gemeindeverständnis

Gemeinde-Logo-FigurAls evangelische Freikirche verstehen wir uns als Leute des neuen Weges,
die, vollkommen unperfekt, aber orientiert an Jesus Christus,
persönlich und als öffentliche Kirche, in Freiheit und Verantwortung für Frieden, Gerechtigkeit und ein gelingendes Leben eintreten.


„Leute des neuen Weges“,
so nannten sich die ersten Menschen, die sich an Jesus Christus orientierten,
die sich der lebensbejahenden Liebe und Treue Gottes anvertrauten,
die in Jesus Christus Mensch geworden ist.

Sie waren überzeugt:
Unter den Bedingungen dieser Welt und dieser Zeit gibt es nichts besseres,
als das persönliche ebenso wie das gemeinsames Leben von Jesus Christus her zu verstehen und an ihm auszurichten. Sie gewannen so die Freiheit zu einer gerechten Lebensweise, die geprägt von der Liebe Christi und im Vertrauen auf die Treue Gottes realistisch und zukunftsfähig zugleich ist.

2000 Jahre später sehen wir uns als Gemeinde immer noch als Leute des neuen Weges. Wir haben viele Ideen und Möglichkeiten, wie wir den Fragen, Problemen und Aufgaben einer sich wandelnden Welt begegnen können. Für die vielfältigen Wege in denen wir das tun, suchen wir Menschen, die Lust haben sich zu engagieren und Neues auszuprobieren.

Wir suchen Leute, die ihren Glauben an Jesus Christus konkret, alltagsnah und zugleich,
gesellschaftlich und politisch relevant leben wollen.


Vollkommen unperfekt
In Jesus Christus sind die schmerzhaften und oft tödlichen
Widersprüche unserer Existenz ans Kreuz
– und damit auf den Punkt gebracht.

Für uns bedeutet das:
Wir müssen nicht länger so leben,
dass wir in diesen Widersprüchen scheitern oder uns ständig darin behaupten,
sondern können befreit und mutig an einer neuen Gestalt der Welt mitarbeiten.

Wir tun dies als Gemeinschaft von Menschen,
in der jede und jeder einen Platz zum Leben finden sollen,
so dass Herkunft, Alter, Geschlecht
oder die augenblickliche Lebenssituation
bei uns keine Unterschiede machen,
die verurteilen oder ausgrenzen.

Wir sehen uns darum als von Gott geschickt,
befähigt und gesandt,
in unserer Nachbarschaft
– wo immer sich diese ereignet –
offen, mutig und aktiv daran zu arbeiten,
dass Menschen ihren Platz zum Leben finden,
ohne eingefangen zu werden von Strukturen und Parolen
der Selbstermächtigung und der Selbstgerechtigkeit,
indem sie sich öffnen für die Erfahrung der Liebe Gottes.

Wir sind nicht perfekt,
denn was uns perfekt haben will, will uns fertig machen.
Vollkommen aber dürfen wir sein:
Heil und ganz im guten Geist Gottes inmitten aller Vorläufigkeiten.
Als Gemeinde sind wir also vollkommen unperfekt.
(Mehr dazu hier)

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Auf Sendung
In einer sich wandelnden Welt sind wir auf Sendung,
um nach neuen Wegen zu suchen, die kreativ, tragfähig und lebensbejahend sind.

Wir stellen uns den gesellschaftlichen, kulturellen und politischen Herausforderungen unserer Zeit, weil wir mit einem weiten Horizont leben und zugleich die konkrete und persönliche Begegnung suchen. Weil wir Erfahrungen und Belastungen miteinander teilen und diese gemeinsam der Treue Gottes anvertrauen.

Wir sind überzeugt: Die aktuellen Fragen einer technisierten und digitalisierten Welt, von mobilen Medien, nach der Zukunft von Demokratie und menschlichem Miteinander angesichts religiös oder ideologisch begründeter Ab- und Ausgrenzungen finden in Jesus Christus stets neue und überraschende Wege der Befreiung und der Gerechtigkeit.

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Auferstehungskirche
Wir sind immer Gemeinde im Aufbruch, Gemeinde auf dem Weg:
auf dem Weg ins Leben, das Grenzen überschreitet.

Auferstehungskirche bedeutet:
Wir stehen auf für ein gelingendes Miteinander,
eine gerechte Gesellschaft und eine Kultur respektvoller Begegnung.

Als Leute des neuen Weges in Jesus Christus stehen wir dafür auf,

…dass Menschen in unserer Nachbarschaft
und die, die sich von weither auf den Weg machen,
diejenigen, die ihren Platz schon gefunden haben
und die Ausgegrenzten in Frieden zusammenfinden

…dass Menschen sich um Verständigung bemühen
und sich nicht in ihrer Angst und Selbstgerechtigkeit
in Wort und Tat an anderen vergreifen

…dass Menschen einander die Hand reichen
und nicht aus purer Lust oder Verblendung Gewalt ausüben,
sei es sexuell, ideologisch, religiös
oder aus irgendeiner anderen Form der Habgier

…dass Menschen sich der Treue Gottes anvertrauen,
und nicht sich selbst zum Mittelpunkt des Universums machen

…dass Traditionen und jahrhundertealte Überlieferungen sich überraschend aktualisieren
und nicht mit Zähnen und Klauen verteidigt werden

…dass lebendige Spiritualität im Alltag und an den Grenzen des Lebens erfahrbar werden
und mit anderen geteilt werden kann

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Freiheit und Verantwortung
Die Botschaft von Jesus Christus fordert uns heraus,
der Welt, in der wir leben, in Freiheit und Verantwortung zu begegnen.

Freiheit erfahren wir
in einer Gemeinschaft mit Gott, die in Jesus Christus
ihren Grund, ihre Orientierung und ihre Wirklichkeit hat.
Verantwortung leben wir,
weil wir uns in dieser Freiheit den Bedingungen und Zusammenhängen
unserer Existenz und unserer Lebensweise stellen.

Wir setzen uns ein für Gerechtigkeit
und einen respektvollen, heilsamen Umgang miteinander.
In unserem persönlichen Alltag kann und soll das ebenso wirksam werden
wie in unserem Leben als Gemeinde, als „Leute des neuen Weges“.

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Als Freikirche
treten wir für Religions- und Gewissensfreiheit ein und befürworten die Trennung von Kirche und Staat. Unsere Haushalte bestreiten wir aus freiwilligen Beiträgen und Spenden.

Ausgehend von einem basis-demokratischen Verständnis ist jede Gemeinde selbständig und keiner Institution unterstellt. Wir gehören jedoch zum Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden in Deutschland, einer Körperschaft des öffentlichen Rechts (K.d.ö.R.).

Als Baptisten taufen wir Menschen, die sich vor Gott und Menschen der Treue Gottes anvertrauen wollen. Wir empfehlen daher die Taufe als ein ganzheitlich-erfahrbares Geschehen. Säuglinge taufen wir nicht, doch da der Glaube die Taufe empfängt, sind wir offen für alle Menschen, die ihre Taufe im Vertrauen auf Gottes Treue angenommen haben.

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öffentliche Kirche
Wir sind eng verbunden mit unseren evangelischen und katholischen Nachbargemeinden. Nur gemeinsam vertreten wir die Fülle und den Reichtum der Perspektiven Gottes für den einzelnen Menschen und für das Miteinander in unserer kulturell vielfältigen Gesellschaft. Als lebendiger Ausdruck der Zuwendung und Liebe Gottes begleiten wir Menschen im Alltag sowie an den Grenzen und Übergängen des Lebens. Mit je eigenem Profil und dennoch gemeinsam geben und nehmen wir Anteil an den vielfältigen Befähigungen und Aufgaben, Gottes Anspruch und Zuspruch zu dieser Welt zu vertreten und so Stellung zu beziehen zu aktuellen Fragen und Lagen unserer Zeit.

Dafür sind wir in unserer Stadt, in unserem Stadtteil und in unserer Nachbarschaft – lokal oder im Internet – auf vielfältige Weise präsent.

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Willkommen
allen Menschen, die offen sind für die Vielfalt der Wege Gottes mit und zu den Menschen
um mit uns aktiv und kreativ Gottes neue Welt sichtbar werden zu lassen.
Wir brauchen Leute des neuen Weges, die mit uns neue Wege gehen und gestalten wollen – bei uns selbst und in unserer Nachbarschaft, wo immer sich die ereignet.

Ein herzliches Willkommen darum denen, die Gerechtigkeit suchen,
Ein herzliches Willkommen denen, die sich den vielfältigen Aufgaben stellen wollen,
in denen heute Gottes Liebe in Freiheit und Verantwortung Wirklichkeit werden soll.

Ein herzliches Willkommen darum auch all denen,
die einen Platz im Leben suchen und Antworten auf die Fragen des Lebens.
Ein herzliches Willkommen denen, die beladen sind von den Nöten des Alltags.

Ein herzliches Willkommen denen, die Lust haben den Glauben an Jesus Christus
neu und inspirierend zu leben!

Uwe-WippichDr. Uwe Wippich
Gemeindepastor / Medienwissenschaftler
pastor(at)efg-eving.de

 

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