„Fast… hätte ich es geschafft“,
war das Thema einer Andacht zur Passions- und Fastenzeit in unserer Gemeinde.
Denn Haferkeks und Schokoherz treffen schon mal aufeinander, wenn Aschermittwoch und Valentinstag auf einen Tag fallen. So ist die zunehmend populäre Zeit des Verzichts schon gleich zu Beginn herausgefordert, zumindest wenn ausgerechnet Süßigkeiten zum Gegenstand der Selbstdiziplinierung erwählt wurden. Doch während die Liebe durch den Magen geht, kann man ja auch Autos, Alkohol, Nutella, Fleisch, Plastik, Klima und Medien fasten (was natürlich bedeutet, dass Medienfastende diesen Beitrag gerade nicht lesen). Weiterlesen
Archiv des Autors: Uwe Wippich
Willkommen, Kultur
Woran erkennt man einen Flüchtling, der schon ein paar Monate in Deutschland ist?
Es ist ganz einfach: Er oder sie weiß, was Modalverben sind.
Sollte irgendjemand, der nicht gerade Deutsch unterrichtet, wissen, was Modalverben sind, nun, dann kann die nächste Frage eigentlich nur sein: Woher aus Syrien kommst Du? Weiterlesen
Nach-sicht mit aus-geübten Vor-haben
Für das neue Jahr gibt es allenthalben das ein oder andere Vorhaben, ganz so, als würde das Leben in der Silvesternacht auf Null gesetzt und man könnte das Verworrene und Verstrickte des vergangenen Jahres zusammen mit dem Wechsel der Jahreszahl zurücklassen und neu anfangen.
Doch schon im vergangenen Jahr hat uns in der Gemeinde die seltsame Macht der Vor-Silben beschäftigt. Weiterlesen
Adventliche Exerzitien
Für viele läuft ab dem 1. Dezember trotz 1-2-3-4 Kerzen und 24 Türchen oder Tütchen der Countdown auf Weihnachten. Dabei geht es eigentlich um eine sich entfaltende Erwartung, die dem aktuellen Zustand der Welt nicht mehr nur ihre eigene Dynamik zugestehen will, sondern sich querstellt und so Gottes neuer Welt den Raum verschafft,
in dem sie mitten unter uns „zur Welt“ kommen kann. Weiterlesen
Hoffnung für Ronada…
Die Köpfe umschwirrt von schwärmenden Wespen, die Füße in den Ergüssen eines undichten Spülmaschinenablaufschlauches, während rührend hungrigen Mäulern die Mahlzeit zubereitet werden muss: Das Leben im von den seltsamsten Wesen bewohnten Ronada ist manchmal hart.
_
Ronada, so hieß das legendäre Land, welches sich am ersten Novemberwochenende in unseren Gemeinderäumen ausbreitete, um daselbst Menschen, Elben und Zwergen nicht nur eine Heimat, sondern auch diverse Aufgaben zu bieten. Weiterlesen
Einfach Frei-Kirche?
„Als der allmächtige Gott die Ketten deiner bürgerlichen Unterjochung zerbrach, wurde auch jene Erfindung zu Schanden, durch welche es gelungen war, deine Zunge zu fesseln. Heute freuen sich die Vertheidiger deiner Rechte, politische Wahrheit reden zu dürfen.“
feiert der Baptistenprediger Julius Köbner im „an das Deutsche Volk“ gerichteten „Manifest des freien Urchristentums“ das Revolutionsjahr 1848: Die Einrichtung einer verfassungsgebenden Nationalversammlung samt Aussicht auf Rede- und Pressefreiheit sowie die Trennung von Staat und Kirche – und damit die Aussicht auf Religionsfreiheit. Weiterlesen
Eisberg im Taufbecken
Ob nun an Bord der Titanic im Moment des Untergangs „Näher mein Gott zu dir“ gespielt wurde oder nicht: Die zuvor als unsinkbar geltende Titanic gehört sicher zu den berühmtesten Opfern einer Schiffskollision mit einem Eisberg. Der Grund dafür war eine unglückliche Verkettung von Umständen und Ereignissen und sicher nicht die Tatsache, dass die Titanic nie eine Schiffstaufe erlebt hat. Denn eine Taufe ist selbstverständlich mehr als die Zueignung eines Namens und eines möglichst gütigen Schicksals. Was aber macht dann ein Eisberg im Taufwasser der Auferstehungskirche? Weiterlesen
die Blümskes, da so hingesprengselt…
Immer ist irgendwas zu… irgendwas
Es geht ja schon im Paradies los, die Sache mit dem Zu-Irgendwas-Problem:
Da legt Gott einen Garten an und schafft so einen Lebensraum für den Menschen, wie man ihn sich besser kaum vorstellen kann, und
tja…
sagt der Mensch,
alles schön und gut,
iss ja was für’s Auge
und angenehm temperiert ist’s auch,
doch doch, ganz nett,
die Blümskes, da so hingesprengselt…
aber
irgnswie is auch n bisken langweilig,
oder möchtet ihr Tach für Tach im botanischen Garten? Weiterlesen
StreetArt, Messias-Hype, Kalter Karfreitag und Oster-Gerüchte-Küche

Von unten nach oben Streck ich meine Hand zu dir,
denn von oben nach unten kommst du in den Schmerz zu mir,
schaue links und auch rechts, sehe was du von mir willst,
Hände denen zu reichen, die du so liebst wie mich…
Deckenburg die Zweite

gerade noch Hüpfburg vor der Tür, jetzt Deckenburg im Gottesdienstraum – und schon die zweite Deckenburg innerhalb eines halben Jahres. Was haben wir bloß mit dieser Burgerrei? Weiterlesen