Am Tischchen des Herrn…

Am Tisch des Herrn sind wir eingeladen, uns noch in der widersprüchlichsten und schwierigsten Zeit stärken und ermutigen zu lassen. Wir erfahren Vergebung und Gemeinschaft, Annahme und liebevolle Zuwendung. Wir empfangen, was wir zum Leben brauchen und was uns zugleich befreit. Noch in der Nacht der Widersprüche hat Jesus den bevorstehenden Ereignissen eine neue Bedeutung gegeben. Nicht Verrat, Flucht, Folter und Tod sollten seine Leute in Zukunft prägen, sondern eine neue Verbundenheit untereinander und mit Gott. Geteiltes Brot, der Kelch des Segens, die guten Gaben Gottes.
Auch und gerade in der coronäischen Zeit wollten und konnten wir darauf nicht verzichten, doch können wir das Abendmahl nicht in der vertrauen Form feiern. Als Stärkung auf dem Weg durch die Krise und als Zeichen des Friedens haben wir jeweils zum Ende des Gottesdienstes nacheinander das Mahl gereicht bekommen.

Um nun wieder gemeinsam das Mahl feiern zu können, haben wir uns eine neue Form überlegt. Seit diesem Monat gibt es an den verteilten Plätzen kleine dreieckige Tischchen, auf denen jeweils Teller mit Brot und Einzelkelch bereitstehen.

Wie das eine Brot geteilt und der Saft der Trauben ausgeschenkt ist, sind diese Tischchen Teil des einen großen Tisches. Zu dem sie leicht werden könnten, wenn man sie nur aneinander fügt.
In der dreieckigen Form findet sich jedoch auch die Architektur unserer Kirche wieder, nicht zuletzt unsere großen bunten Fenster.


Auf diese Weise können wir auch unter Wahrung aktuell noch erforderlicher Abstände miteinander das Mahl feiern. Jesus hat für uns außer dem Brot und dem Saft der Trauben nun auch den Tisch für uns ausgeteilt, damit wir alle miteinander teilhaben können an seinen Gaben, mit denen er selbst sich gibt.

Dafür hat er Menschen begabt und gesegnet. Die Tische wurden unter Anleitung von Martina Brzoska zusammen mit Frauen der EfA für uns gebaut. So kommen auch hier Sinn und Segen im Geben und Nehmen zusammen: Ganz herzlichen Dank dafür!