Europas Meister

Europas Meister, so lautete das Motto des Frühstücksgottesdienstes am vergangenen Sonntag, der angesichts des nun feststehenden BREXIT nochmals an Aktualität gewonnen hat. Denn überraschender Weise ging es in unserem Gottesdienst nur am Rande um die aktuell laufende EM. So eröffnete ein europäischer Meister die Runde, der nicht auf dem Spielplan in Frankreich steht: Pablo Picasso, mit seinem im März 1932 gemalten „Mädchen vor einem Spiegel“.  Weiterlesen

Nach dem „Tag der deutschen Zukunft“ ist auch noch ein Tag…

Montag, zum Beispiel:
Haltestelle für Vielfalt, Toleranz und Demokratie,

das ökumenisch-politisches Abendgebet in Eving, 18 Uhr

Dortmund zeigte sich kreativ und bunt gegenüber dem selbsterklärten „größten Naziaufmarsch des Jahres“, dessen 900 deutschlandweit zusammengekarrte Teilnehmer von den vielen tausenden Besuchern der zahlreichen zeitgleich laufenden Kulturprogramme nicht einmal bemerkt worden wären, Weiterlesen

Aufruf zum Aktionstag für ein buntes Dortmund

Aufruf des Dortmunder Arbeitskreises gegen Rechtsextremismus zum 4. Juni:
„Eure Zukunft endet hier!“ – Unsere Stadt bleibt demokratisch, tolerant und weltoffen!
Dem von Rechtsextremen für den 4. Juni angesagten „Tag der deutschen Zukunft“ mit entsprechendem Aufmarsch soll damit ein Tag des multikulturellen Dortmund entgegen gestellt werden. 11 Uhr am Dortmunder U geht es los, zum Beispiel…

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Gefühlte Nachbarschaften

Ein Lehrstück über Worte, Sagen und Zwischenzeilen
Schon im Frühjahr haben wir versucht, uns dem zu stellen, „was man ja wohl mal wird sagen dürfen“. Nun hat der stellvertretende Vorsitzende der AfD Gauland wohl gemeint sagen zu dürfen, die Leute fänden den farbigen Innenverteidiger der deutschen Nationalmannschaft zwar als Fußballspieler gut, wollten aber „einen Boateng nicht als Nachbarn haben.“ „Nachbarschaft“ ist nun einmal eines der wichtigsten Themen unserer Gemeinde und Teil unseres Selbstverständnisses als Auferstehungskirche. Dennoch müsste dieser Satz hier nicht noch zusätzlich Beachtung finden, wenn er nicht eben so viel Beachtung gefunden hätte, dass Herr Gauland sich zu einer Stellungnahme genötigt sah.
Diese hat es in sich: Weiterlesen

Pfingsten – Gottes Willkommenskultur

Wo der bayrische Ministerpräsident Horst Seehofer das notariell besiegelte „Ende der Willkommenskultur“ feiert, feiern wir mit Pfingsten das Fest der unbegrenzten Willkommenskultur Gottes!

Wenn sich die Worte Seehofers für uns,
die wir uns für Menschen einsetzen, die aus Not zu uns kommen,
verächtlich anhören,
dann sei das nur eine „Fehlinterpretation“, so der Chef seiner Staatskanzlei:
Es ginge ja „nur“ um das Ende einer „unrechtmäßigen Politik des Durchwinkens“.
So bedauerlich es ist, dass der bayrische Ministerpräsident nicht sagen kann, was er meint – und laut Staatskanzlei auch nicht meint, was er sagt – so bedauerlich ist es, dass er offenbar nicht versteht, was Willkommenskultur bedeutet. Wir dagegen begegnen Menschen, mit denen wir uns vielleicht sprachlich nur schwer verständigen können, die aber dennoch unser Tun als Willkommenskultur erleben und verstehen:
Gerade weil wir sie nicht durchwinken.  Weiterlesen

O wie schön ist Panama

Willkommenskultur für Briefkästen und ihre Wirtschaftsflüchtlinge

Während Menschen nicht nur vor Krieg und Terror fliehen, sondern auch aus wirtschaftlicher Not ihre Heimat verlassen weil sie anderswo auf ein besseres Leben hoffen – womit sie bei uns höchst unwillkommen sind – scheint es auch am anderen Ende dieses besseren Lebens eine so bedrängende wirtschaftliche Not zu geben, dass wiederum nur die Flucht verlockende Aussichten zur Rettung vor der Steuerzahlung bietet. Weiterlesen

VIA DOLOROSA

Auf der Via Dolorosa in Jerusalem hat längst schon der Alltag Einzug gehalten. Es ist der Weg, den Jesus von seiner Verurteilung bis zur Kreuzigung gegangen ist. Ein Weg der Schmerzen, des Leidens, der unerwarteten Begegnungen, des Zusammenbruchs, der Qual. Ein Weg, auf dem die Frage berechtigt ist: Wo bist Du, Gott?

Eine Frage, die gerade heute wieder zu stellen ist. Angesichts des Terrors in Brüssel, wo Reisende zu zufälligen Opfern einer Mordlust werden, die sich auf Gott beruft und mit dem Mord seine Größe preist. Doch was für eine Größe sollte das sein? Ein Gott, der Bomben braucht und zerfetzte Körper, um groß zu sein? Es gibt keine größere Lästerung als diese — oder keinen armseligeren Gott.  Weiterlesen

BIB-Lounge statt VIP-Lounge

Bibellounge_Alles

Ab dem 2. März starten wir mit Bibelgesprächen über einen Reisenden in Sachen „Neuer Weg und Gute Nachricht“, der auf dieser Reise einen ungeplanten Zwangsaufenthalt im Knast einlegen musste und darum die Botschaften an seine Lieblingsgemeinde ins Netz gestellt hat. Nur, was soll das sein, eine „Lieblingsgemeinde“? Was heißt „ins Netz gestellt“? Wie kann es in der Not eine gute Nachricht geben und was hat die Freude dabei verloren? Was ist überhaupt das Neue an dem Neuen Weg und was eigentlich das Ziel?  Weiterlesen

Gerechtigkeit?

Was kann es bedeuten, im 21. Jahrhundert und einer zunehmend digitalisierten Kultur sich zu allererst „um das Himmelreich/Reich Gottes/Königsherrschaft/die Gottesherrschaft und seine Gerechtigkeit zu bemühen und sich daran auszurichten“ (Mt 6,33)?

Die Aufforderung, sich zuerst um das Reich Gottes zu bemühen, richtet sich an die Sorgenden, seien es nun die, die viel oder auch zu viel besitzen oder die, die sich nur um ihre täglichen Bedürfnisse kümmern (Mt 6, 19-32). Gerahmt wird dies von der Kritik Jesu an denen, die einer Bewertungskultur unterliegen, in der beständig über andere geurteilt wird, während man sich selbst den Anschein ideologischer Überlegenheit gibt (Mt 6, 1-18; 7, 1-6). Die Sorge um sich selbst und darum, das eigene Leben zu managen, sind jedoch Grundbedingungen aktueller Wirtschaft und aktueller Politik. Kann dem wirklich die Gottesherrschaft gegenüber gestellt werden, oder geht ein religiöses Selbstmanagement gar darin auf? Weiterlesen