Was kann es bedeuten, im 21. Jahrhundert und einer zunehmend digitalisierten Kultur sich zu allererst „um das Himmelreich/Reich Gottes/Königsherrschaft/die Gottesherrschaft und seine Gerechtigkeit zu bemühen und sich daran auszurichten“ (Mt 6,33)?
Die Aufforderung, sich zuerst um das Reich Gottes zu bemühen, richtet sich an die Sorgenden, seien es nun die, die viel oder auch zu viel besitzen oder die, die sich nur um ihre täglichen Bedürfnisse kümmern (Mt 6, 19-32). Gerahmt wird dies von der Kritik Jesu an denen, die einer Bewertungskultur unterliegen, in der beständig über andere geurteilt wird, während man sich selbst den Anschein ideologischer Überlegenheit gibt (Mt 6, 1-18; 7, 1-6). Die Sorge um sich selbst und darum, das eigene Leben zu managen, sind jedoch Grundbedingungen aktueller Wirtschaft und aktueller Politik. Kann dem wirklich die Gottesherrschaft gegenüber gestellt werden, oder geht ein religiöses Selbstmanagement gar darin auf? Weiterlesen →