Offener Brief des Runden Tisches für ein demokratisches Eving

Runder Tisch für ein demokratisches Eving

wirindortmund

An die Bürgerinnen und Bürger des Stadtteils Eving

 

Liebe Evingerinnen und Evinger!

In unserem Stadtteil leben traditionell Menschen aus den verschiedensten Kulturen und Ländern friedlich zusammen. Auch wenn in Eving sicherlich nicht alles Gold ist, was glänzt – hier wird offen miteinander umgegangen, auch gestritten. Aber das Alltagsleben verläuft trotzdem nach den Regeln eines vernünftigen und friedlichen Umgangs miteinander.

Seit Anfang dieses Jahres gibt es in unserem Stadtteil eine Unterkunft für Flüchtlinge. Dorthin kommen Menschen aus den verschiedensten Ländern. Sie alle sehen in ihren Heimatländern für sich keine Zukunftsperspektiven mehr, weil ihr Leben durch Krieg bedroht ist oder weil sie aus anderen Gründen verfolgt und diskriminiert werden. Sie haben ihre Heimat darum unter schwierigsten Bedingungen verlassen, oft eine monatelange und komplizierte Flucht hinter sich, und hoffen bei uns darauf, Sicherheit und Ruhe zu finden.

In vielfältiger Weise haben seit der Einrichtung der Flüchtlingsunterkunft Bürgerinnen und Bürger aus unserem Stadtteil die Flüchtlinge tatkräftig unterstützt:

beim Erlernen der deutschen Sprache, bei Behördengängen, bei der Wohnungssuche, bei Arztbesuchen und beim Sport.

Die Bewohner des Stadtbezirks Eving haben deutlich gemacht, dass sie in ihrer übergroßen Mehrheit bereit sind, die geflüchteten Menschen freundlich aufzunehmen und willkommen zu heißen.

Mit großer Besorgnis haben wir dagegen seit der Einrichtung der Flüchtlingsunterkunft zur Kenntnis nehmen müssen, dass in unserem Stadtteil immer häufiger rechtsradikale Kundgebungen und sogar ein Fackelmarsch durchgeführt wurden. Immer wieder versucht vor allem eine Organisation namens „die Rechte“ auf sich aufmerksam zu machen und mit ihren menschenverachtenden Parolen Zwietracht und Hass in unseren Stadtteil zu tragen.

Wir, die Unterzeichner, sprechen uns mit aller Deutlichkeit gegen Gewalt, gegen Rassismus und gegen Intoleranz aus. Es kann nicht sein, dass Menschen mit demokratischer Grundauffassung, Menschen aus anderen Kulturkreisen, Menschen mit anderer Hautfarbe oder Menschen mit anderen Lebensauffassungen und anderen Lebenssituationen Angst haben müssen, in unserem Stadtteil und unserem Land zu leben

Wir bitten Sie, liebe Evingerinnen und Evinger, uns im Bemühen um eine Kultur des Willkommens und ein von gegenseitigem Respekt geprägtes Miteinander nach besten Kräften zu unterstützen. Leisten wir gemeinsam Widerstand gegen den menschenverachtenden Rechtsradikalismus. Engagieren wir uns persönlich, fantasievoll und verbindlich. Machen wir immer wieder deutlich, dass unser Stadtteil traditionell für Weltoffenheit, Toleranz, Demokratie und Vielfalt steht.

 

Haltestelle – es geht weiter…

Haltestelle Logo

Auch wenn die Abende dunkler und kühl werden – die Haltestelle hält durch:

Bis Weihnachten geht es weiter jeden Montag ab 18 Uhr mit Statements, Gebet und Gemeinschaft für Vielfalt, Toleranz und Demokratie gegenüber der Stadtbahn-Haltestelle Minister Stein in Eving.

Syrien – da war doch was? Gottesdienste im September 2015

Syrien – das Wort kennen wir schon von Kind auf. Kommen Sie drauf, woher?
Vermutlich haben wir in Deutschland die erste Begegnung mit diesem Wort in der Weihnachtsgeschichte.
Doch nicht nur dort spielt die damalige römische Provinz Syrien eine entscheidende Rolle:
Damaskus und Antiochia sind Wendepunkte und Energiezentren in der frühen Geschichte der „Leute des Neuen Weges“,
wie diese jüdische Gruppierung genannt wurde, die Jesus als den Messias bekannte. Hier wurde diese Gruppe von den römischen Behörden zuerst als „Christen“ bezeichnet, hier spielten sich Szenen von Verfolgung, Folter und Gefängnis ab, in die ein gewisser Paulus verwickelt war, hier wurde um den Kurs des Neuen Weges gestritten, von hier gingen entscheidende Impulse aus, durch die dieser Weg bis nach Europa führte.

In den Gottesdiensten am 13. und 20. September gehen wir auf Entdeckungsreise zu unseren jüdisch-syrischen Wurzeln, die für heute, für die aktuelle Situation syrischer Flüchtlinge und eine Kultur des Willkommens und der Hilfe von Bedeutung sind, in der wir uns einmal mehr als „Leute des Neuen Weges“ verstehen und bewähren müssen.

Wurzel-Gottesdienst am 23. August

Gemeindeausflug und Erinnerung an den Gemeindegeburtstag:
Im Gottesdienst mit anschließendem Mittagessen am 23. August bewegen wir uns miteinander durch die Geschichte der Aufbrüche der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Eving. Materialen aus einer Kinderzeitung von 1932, das Re-Enactment einer Stubenversammlung mit allerdings aktualisierter Predigt zur Erzählung vom barmherzigen Samariter, die auch Thema der genannten Ausgabe war, eine Freiversammlung am Carport, wo Ende der 1950er Jahre eine erste Kapelle in Form einer Holzbaracke errichtet worden war und die Rückkehr in die 1964 eingeweihte Kirche lassen die Geschichte der Gemeinde seit 1926 lebendig werden.

Dazu gehört nicht nur die Geschichte Dortmunds, dessen Einwohnerzahl von rund 324000 Anfang 1926 in nur 4 Jahren auf knapp 538000 Ende 1929 stieg, dazu gehören die Unsicherheiten der Ruhrbesetzung und der Weltwirtschaftskrise, ein Verbot der Nutzung von Schulräumen und Stubenversammlungen ab 1936 und schließlich die Kriegszeiten – welche schon die Anfänge der Gemeinde geprägt haben.

Wir fragen daher danach, welche Wurzeln der Neue Weg 2015 unserer Gemeinde hat und wie sich Gemeinde aktualisiert und als lebendig erweist.

Mitbringgottesdienst am 16. August

Zu diesem Gottesdienst sind wieder alle herzlich eingeladen etwas mitzubringen zu dem Thema: “Wegzehrung”.

Das kann ein Bibelvers, ein Lied, ein Bild, ein Erlebnis, ein Musikstück, ein Gebet … oder etwas Schmackhaftes für das anschließende Stehcafé sein.

Für den Rahmen (Begrüßung, Leitung durch den Gottesdienst, Abendmahl und Segen) sorgen wir.

Ausblick: Wurzelgottesdienst am 23. August 2015 ab 10 Uhr mit Uwe Wippich.
Ein Re-Enactment der Aufbruchsgeschichte der Gemeinde Eving.

 

Haltestelle geht in die Verlängerung

Die Haltestelle für Vielfalt, Toleranz und Demokratie, Montags ab 18 Uhr gegenüber der Stadtbahn-Haltestelle Minister Stein hat sich nicht nur bewährt, sondern ist zu einem besonderen Bestandteil der Begegnung und der Gemeinschaft in Eving geworden. Aktuelle politische Stellungnahmen, biblische Orientierung, Lieder und Gebete verbinden und bereichern die 35 bis 65 Besucherinnen und Besucher, die bei jedem Wetter hierherkommen, um ein Zeichen für ein friedliches Miteinander zu setzen und einander zu ermutigen.

Das Vorbereitungsteam hat sich daher entschlossen, die Haltestelle auch in den Sommerferien und danach weiterzuführen.
Ergänzt wird die Veranstaltung nun durch einen Aufsteller:

Haltestelle Logo

Mitbring-Gottesdienst am 07. Juni 2015 ab 10 Uhr

Zu diesem Gottesdienst sind wieder alle herzlich eingeladen etwas mitzubringen zu dem Thema: „Unterwegs sein“.

Das kann ein Bibelvers, ein Lied, ein Bild, ein Erlebnis, ein Musikstück, ein Gebet … oder etwas Schmackhaftes für das anschließende Stehcafé sein.

Für den Rahmen (Begrüßung, Leitung durch den Gottesdienst, Abendmahl und Segen) sorgen wir.

Ausblick: Frühstücksgottesdienst am 14. Juni 2015 ab 10 Uhr mit Uwe Wippich. Thema „Wenn ich das gewusst hätte“

Ab Mo, 04. Mai 2015: Politisches Abendgebet ab 18 Uhr in DO-Eving

In der Tradition der Montagsgebete gibt es von jetzt an jeden Montag ab 18 Uhr gegenüber der Haltestelle „Minister Stein“ der Stadtbahn eine Zeit des Nachdenkens rund um das Thema Flucht, Fluchtgründe, Flüchtlingsschicksale sowie Integration von Flüchtlingen. Möglichkeiten des friedlichen Miteinanders im Dortmunder Stadtbezirk Eving werden ebenso angesprochen wie aktuelle Entwicklungen und ein Geschehnisse in Deutschland und Europa, die ein Miteinander in Vielfalt und Toleranz behindern oder verhindern. Informationen, Nachdenkliches sowie klare Positionen werden begleitet von Musik, Singen und Gebet.

Zugleich soll dieser Platz der Bürgerinnen und Bürger nicht den menschenverachtenden Parolen und Symbolen der so genannten Rechten überlassen bleiben.

Alle Evingerinnen und Evinger sind herzlich dazu eingeladen, hier gemeinsam ein friedliches Zeichen für Vielfalt, Toleranz und Demokratie zu setzen. Gemeinsame Veranstalter sind die christlichen Kirchen im Stadtbezirk, evangelisch, katholisch und freikirchlich.

 

Aufbruch-Gottesdienst

Am 03. Mai feiern wir mit einem Aufbruch-Gottesdienst den Dienstbeginn von Uwe Wippich als Gemeindepastor unserer Gemeinde und segnen zugleich Christian Meyer für den hauptamtlichen Dienst in der Jugendarbeit unserer Gemeinde.
Aufbrüche haben ihre besondere Dynamik: was nehmen wir mit, was lassen wir zurück? Ist das Navigationssystem aktuell oder müssen wir selbst erst entdecken, wo es langgeht? Ist eine Gemeinde, die unterwegs ist, auf einem neuen Weg oder ist es nur ein Versuch mehr, vom Fleck zu kommen? Diesen Fragen wollen wir uns ebenso stellen wie den vielfältigen und neuen Aufgaben, die uns in unserer Nachbarschaft begegnen und fordern, wie zum Beispiel die Unterkunft von Flüchtlingen in der Osterfeldschule.

Mitbring-Gottesdienst am 28.12.2014

Am Sonntag, den 28.12.2014 sind alle Gottesdienstbesucher eingeladen, den Gottesdienst mit einem Gedanken, Text, Bild, Lied oder anderem Beitrag mitzugestalten. Wir wollen gemeinsam auf das Jahr 2014 zurückblicken. Der Gottesdienst beginnt um 10 Uhr. Nach dem Gottesdienst, ab ca. 11 Uhr sind alle Gäste, Freunde und Gemeindemitglieder zum Gemeinde-Café eingeladen. Bei Kaffee, Tee und Kleingebäck gibt es genügend Raum für einen persönlichen Austausch, so denn gewünscht. Herzliche Einladung.