am Ostermorgen
gilt ihre Hinwendung dem Grab
ihre Zuwendung dem Verstorbenen,
ihre Sorge dem Stein,
ihre Angst der Leere,
ihre Flucht der Wirklichkeit und
ihr Entsetzen dem Unbekannten.
Wohin fliehen, wenn das Grab leer ist?
Da steht plötzlich Jesus selbst vor ihnen und sagt: »Seid gegrüßt!«
Sie werfen sich vor ihm nieder und umfassen seine Füße.
»Habt keine Angst!«, sagt Jesus zu ihnen.
Geht, vertraut, erzählt, berichtet, ja verkündigt:
Ich lebe, und ihr sollt auch leben.
Bleibt nicht für Euch,
kalt, jeder einzeln, ungeborgen, schwer und traurig, ziellos, unauffindbar.
Macht Euch auf, werdet leicht und weit, berührt, angestoßen vom Licht…
Also los: Weg vom Grab!
Alles hinlaufen und hineinsehen hat keinen Sinn.
Was wollt ihr euch niederwerfen und an Jesu Füßen festhalten?
Macht euch auf, werdet licht, werdet leicht und weit,
verkündet den Frieden und die Revolution Gottes gegen den Tod.
Steht auf gegen Unregrechtigkeit und Krieg
lebt die Gerechtigkeit Gottes und die Liebe Jesu Christi
in Freiheit und Verantwortung
und in der Kraft des Heiligen Geistes.
Denn Licht bricht herein in das Dunkel der Gräber, Türen öffnen sich, Steine rollen aus dem Weg, Grenzen fallen, Zeit und Ewigkeit gehen ein Bündnis ein!
Da ist etwas radikal anders, neu, voller Energie:
wie ein Erdbeben,
dass die Todeswächter überwältig,
noch die dicksten Brocken einfach zur Seite schiebt,
Licht in das dunkelste Dunkel bringt und es vertreibt
als wäre dies der erste Tag der neuen Schöpfung
wo Gott spricht: Es werde!
Ein neuer Himmel, eine neue Erde
wimmelndes Leben, aus der Erde hervorgebracht
der Mensch nach Gottes Bild – endlich frei.

Auch bei schlechtem Wetter findet die Haltestelle für den Frieden statt – so auch am 4. April mit knapp 30 Teilnehmer:innen, die einen bewegenden Bericht der Malteser
über eine Evakuierungsaktion in die Ukraine gehört haben. 3001 Kilometer, um 7 schwertbehinderte Kinder aus der Ukraine nach Deutschland zu holen. Schließlich wurden es jedoch 98 Kinder, die trotz wenig Schlaf, Schwierigkeiten an der Grenze und schwierigster Betreuung für die schwerkranken Kinder nach Deutschland geholt werden konnten. Mit unerwarteter Unterstützung, denn zum Teil haben polnische LKW-Fahrer Tankrechnungen für den Konvoi beglichen. Ein Beispiel dafür, dass es auch Hoffnungszeichen und tatkräftige Hilfe gibt. Doch ist auch dies eine Mahnung gegen den durch Russland vorangetriebenen Krieg, vor dem Kinder geschützt und in Sicherheit gebracht werden müssen und eine Anklage gegen das Kalkül der Gewalttäter.









