10.04.27, 11-15 Uhr, Auferstehungskirche Dortmund-Eving
Frieden schaffen durch neue Waffen?
Der Überfall Russlands auf die Ukraine hat etablierte Gewissheiten und vertraute Ordnungen erschüttert. Militärische Macht und Aufrüstung sind in den Fokus gerückt, begründet mit einer unsicherer werdenden Weltlage. Die irrlichternde Politik Trumps, der Gaza-Krieg Israels als Antwort auf den Überfall der Hamas am 07. Oktober und der aktuelle Krieg der USA und Israels gegen den Iran und im Libanon scheinen das mehr als nur zu bestätigen. Wie aber kann eine Friedenspolitik aussehen, die nicht in Unterwerfungsgesten gegenüber der einen oder anderen Macht aufgehen will? Wie können wir gerechten Frieden schaffen – können wir das überhaupt noch?
Wo Gerechtigkeit und Frieden sich küssen
Die Vision eines universellen Friedens ist in der Bibel ebenso präsent wie der Ausblick auf weltweite zerstörerische Konflikte und Kriege. Doch ist Krieg niemals Ziel einer Welt nach Gottes Willen. Aber Krieg als Mittel ist der Bibel ja nicht unbekannt. Wie also steht es um eine konsequente und biblisch begründete Friedensethik angesichts aktueller Konflikte und Krisen? Ist Frieden nur aus einer Position der Stärke möglich – oder ist Frieden selber Stärke, auch gegen die Gewalt? Darum muss es zugleich um Fragen der Gerechtigkeit gehen: Der in Psalm 84 herbeigesehnte Kuss soll das verdeutlichen.
Warum ist das ein Thema für Kirche und Gemeinde?
Als Freikirche stehen wir in einer Tradition konsequenter Gewaltlosigkeit:
Wie aber wollen wir zu den aktuellen Konflikten für den Frieden eintreten?
Mit der ökumenischen Haltestelle haben wir bewusst ein Zeichen der Befriedung und des Friedens setzen wollen – sie war und ist zugleich als Demonstration wie auch als Friedensgebet konzipiert. Welche Bedeutung aber hat dieses Gebet angesichts der fortgesetzten Gewalt. Wie kann sich Frieden durchsetzen und bewähren – und sind wir dafür nicht zu wenige und zu bedeutungslos? Oder kommt es doch gerade auf uns an?
Programm:
Im Workshop fragen wir nach dem was Frieden ausmacht und wie er konkret „geschaffen“ werden kann. Dazu setzen wir uns mit aktueller Propaganda einer vorgeblichen Friedenspolitik auseinander, untersuchen religiöse Positionen zu Krieg und Frieden und nehmen Bezug auf aktuell herbeigerufene apokalyptische Szenarien. Ist Frieden nur eine Position der Abwendung und des Realitätsverlustes angesichts der Krisen der Welt? Wir wollen herausfinden, wie wir als Christ:innen aktuell Frieden wirken können und wie eine Friedensbotschaft gehört werden könnte.
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