Predigt – 2025

Schon mit Beginn des Kirchenjahres und immer wieder in 2025 haben wir Jesus auf dem Weg durch unseren Stadtteil begleitet. Ist ja nicht so, als wäre Jesus nie in Eving gewesen. Uns wiederum hat das ganze Jahr hindurch das kleine Klugscheißerchen begleitet, denn hieß es nicht in der Jahreslosung: Prüfet alles und das Beste behaltet?
Was das dann wohl für die Wahlen zum Bundestag zu bedeuten hat?

Ihr habt wohl einen Vogel„,
könnte man denen vorwerfen, die sich auf Christus verlassen.
Die aber würden das wohl als Kompliment nehmen, denn wird nicht in alter Tradition auch der Geist Gottes mit einem Vogel verglichen? Außerdem haben wir von der Frau Weisheit gelernt. So sind wir durchaus Leute, die nicht nur neue Wege gehen, sondern selbst seltsam „neue Menschen“ sind, die mit offenen Armen und Herzen erfrischend neue Impulse, Lebenswege, kreative Ideen und heilsames Handeln an alle verteilen, die davon profitieren wollen oder daran teilhaben wollen.

Letztlich gehörten das Nachbarschaftsfest, das Café Himmlisch, die Kunterbuntgottesdienste und auch der Paradiesgarten dazu – denn was meint eigentlich Jesus zur „Stadtbild„-Debatte, immerhin ist er ja auch in Eving unterwegs. Oder würde er demjenigen, der es nötigt hat, auch noch das Unterhemd mitgeben – oder worauf kommt es an? Andererseits braucht es offenbar Zeitansagen, um zu wissen, was die Stunde geschlagen hat und wie dringend begründetes Vertrauen, wirksame Hoffnung und tätige Liebe in unserer Zeit gebraucht werden. All das aber bekommt seine Kraft aus der Gegenwart Christi und dem eben schon erwähnten Vogel. Darum fragen wir zum Ende des Jahres: Kommst Du zu mir? Und damit nach Gott – oder fragt er etwa uns?