Warum nur
will Gott ständig neue Lieder
sind denn die alten ihm nicht gut genug?
Was heißt denn neu: Ihm unbekannt?
Uns unbekannt?
Gibt es tatsächlich Dinge, die ihm „neu“ sind,
auf die er gar „neu-gierig“ ist?
Geht es ihm wie uns, die sich nie zufrieden geben,
mit den Hit-Paraden aller Zeiten und aller Orte?
Muss darum stets was Neues her?
Was hört denn Gott am liebsten:
Der Engel helle Lieder?
Bachchoräle, Bachkantaten?
Doch sind die ja schon fast so alt
wie die Psalmen.
Dann doch wohl Worship, Lobpreis, Anbetung
vielleicht, weil er sich dann geschmeichelt fühlt,
so groß und hoch erhoben,
dort oben, auf dem Thron.
Wie es wohl ist, wenn Gott mal einen Ohrwurm hat?
Hört er denn dann noch unser Singen oder Beten?
Muss darum stets was Neues her?
Was ist den mit dem Lied der Mirjam, der Hanna oder der Maria,
hat sie es ihm ins Ohr gesungen, damit er einschläft,
in dem Rummel dort im Stall und auf der Flucht?
Was sang er bei der Arbeit, auf der Hochzeit oder mit den Freunden?
Sangen sie nicht Loblieder, bevor sie zum Ölberg gingen,
in der Nacht,
in der er verraten wurde?
Muss darum nun was Neues her?
Und welchen Klang hat wohl der Schnee, wenn er auf Wiesen fällt,
und welchen Blumen, wenn sich Knospen öffnen:
den Klang der Auferstehung?
Muss darum nun was Neues her?
Und wenn nun heute Morgen alle ihre Lieder sängen,
hier und dort und drüben auch, rund um die Welt
wie das wohl klingt in seine Ohren?
Das Durcheinander aller Lieder, das ist wohl immer neu?
Dein Lied in Gottes Ohr!
Warum nur
will Gott neue Lieder?

Auch bei schlechtem Wetter findet die Haltestelle für den Frieden statt – so auch am 4. April mit knapp 30 Teilnehmer:innen, die einen bewegenden Bericht der Malteser
über eine Evakuierungsaktion in die Ukraine gehört haben. 3001 Kilometer, um 7 schwertbehinderte Kinder aus der Ukraine nach Deutschland zu holen. Schließlich wurden es jedoch 98 Kinder, die trotz wenig Schlaf, Schwierigkeiten an der Grenze und schwierigster Betreuung für die schwerkranken Kinder nach Deutschland geholt werden konnten. Mit unerwarteter Unterstützung, denn zum Teil haben polnische LKW-Fahrer Tankrechnungen für den Konvoi beglichen. Ein Beispiel dafür, dass es auch Hoffnungszeichen und tatkräftige Hilfe gibt. Doch ist auch dies eine Mahnung gegen den durch Russland vorangetriebenen Krieg, vor dem Kinder geschützt und in Sicherheit gebracht werden müssen und eine Anklage gegen das Kalkül der Gewalttäter.